„Passen Sie auf sich auf!“
Sagte mein Arzt zu mir während der Sprechstunde und lies die Alarmglocken in mir aufläuten.

Damals war ich schon inmitten der Veränderung und wurde bestärkt, dranzubleiben. Eigentlich mag ich Veränderungen und Umstrukturierungen überhaupt nicht. Egal in welcher Form. Aber ich wusste auch, dass wenn jetzt der Hebel nicht gedreht wird, ich es zu einem späteren Zeitpunkt bereuen würde. 
Heute, Monate später, bin ich mir dankbar, mich geöffnet zu haben, um diese Erfahrungen zu sammeln.  

Das Schreiben……
Im Artikel „Vom Gehts-noch-Lachen zur Blogliebe“ habe ich schon ziemlich deutlich gemacht, wie wichtig mir das Schreiben bzw. das Bloggen ist. Wenn ich schreibe, gehts zwar viel aber nicht immer um den Blog. Zwischendurch brauchts es auch, einfach mal die jetzt auftauchenden Gedanken aufzukritzeln. Geschehnisse oder Eindrücke vom Tag, Dinge, die mich gerade jetzt beschäftigen oder Ideen irgendwelcher Form, die ich jetzt gerade aufschreiben will. Das Schreiben hat für mich etwas Befreiendes. Das Papier/Notizbuch oder auch das Tablet ist in diesem Moment mein Zuhörer und ich erzähle ihm ohne Angst gewertet, beeinflusst oder kritisiert zu werden. 
Das Schreiben hat mir vielmals geholfen, danach besser einschlafen zu können. Wenn ich bemerkte, dass das Einschlafen wieder einmal eine Tortour wird, stand ich wieder auf, setzte mich an den Tisch und fing an, mein Gedankengedüns auf Papier zu bringen. Nicht selten schwappte es dann über zum Beginn eines neuen Artikels.
Während dem ich schreibe, bin ich Ich selbst. Ich finde dabei den Draht zu meiner Kreativität und zu meinem Vertrauen. Hier kann ich mir selbst vertrauen. Dieses Vertrauen schenkt Rückhalt.

Das Fotografieren…….
Mittlerweile kann ich absolut nachvollziehen, warum es so viele Fotofanatiker gibt. Nicht die Duckface-Selfies! Nein, die richtig schönen Fotos. Die Fotos, die aus der Laune der Natur entstehen. Draussen gibt es so unendlich viel zu entdecken. In der Regel laufen wir an den Dingen einfach so vorbei ohne ihnen irgendwelche Beachtung zu schenken. Sobald ich die Kamera in den Händen halte und mich auf Entdeckungstour begebe, sehe ich die Umwelt mit ganz anderen Augen. Ich tauche vollkommen ab und vergucke mich ins Detail. Ich bleibe an Orten stehen, an denen ich ohne Kamera einfach vorbei ziehen würde. Wenn du so willst, ist das Fotografieren eine ganz tolle Achtsamkeitsübung. Es hat auch mich wieder sensibilisiert. Sensibilisiert in dem Sinne, die Augen bei jedem Schritt offen zu halten. Auch in dem Sinne, mich für Motive, Eindrücke und Inspirationen zu öffnen. Nicht zuletzt entspannt mich das Fotografieren total. Jegliche Belange vom Alltag sind in diesen Minuten oder Stunden der Fototour komplett vergessen. Es gewährt mir Distanz zum Alltag und bietet mir die Möglichkeit die Balance wieder aufzubauen. Diese entspannte Balance schenkt Rückhalt.

Die meditativen Techniken……..
……sind fast unzählig. Dabei die richtige(n) zu finden, kann eine Herausforderung sein. 
Angefangen habe ich mit einem acht Wochen Achtsamkeitsprogramm mit Hilfe eines Buches und der passenden Audio CD nach John Kabat-Zinn. Zweimal täglich gab es eine angeleitete Meditation und eine Themenaufgabe pro Woche, die die Achtsamkeit schult. Davon konnte ich ziemlich viel für meinen Alltag mitnehmen. 
Zu einem späteren Zeitpunkt begann ich mit dem Tai Chi und dem Qi Gong.  Etwas komplett Anderes und doch besteht eine Paralellwelt. Ich öffnete mich, etwas Neues auszuprobieren und lies meiner Neugierde freien Lauf. Und das kann ich dir von Herzen empfehlen. Auch wenn du deinen Rhythmus und deine Alltagsrituale hast, bleibe stets neugierig und hab den Mut das Schutzschild auch mal abzulegen, um einer neuen Inspiration nachzugehen.
Schon bevor ich mit der Meditation und dem Achtsamkeitstraining gearbeitet habe, versuchte ich stets, das Schmerzbild von einer anderen Perspektive zu betrachten. Immer und immer wieder rief ich mir in Erinnerung, nicht gegen die Schmerzen anzukämpfen, sondern zu verstehen, warum sie da sind und einen Weg zu finden, mich mit dem Gebrumme zu arrangieren.
Die meditativen Techniken lehren mich einen Umgang mit Akzeptanz & Würde gegenüber jeder Situation, gegenüber meinen Mitmenschen und mir selbst gegenüber. Diese wohlwollende Haltung schenkt Rückhalt.

Mein Umgang mit meinem Leben wandelt sich und ich bin dankbar, diese Erfahrung zu machen. Natürlich ist es nicht immer einfach, die festgefahrenen Denk- und Verhaltensmuster abzulegen. Gerade zu Beginn kehrten sie immer und immer wieder mal zurück. Aber genau dann ist es an der Zeit, mit den ausgewählten Instrumenten, die mir gut tun, diese Muster zu durchbrechen.
Ich bin sehr zuversichtlich, auch die letzten Abschnitte der Spirale in aufsteigende Treppenstufen wandeln zu können und mit neuer Energie meine bevorstehenden Lebenskapitel zu erkunden.    ​

Perform now, change forever!​

larissa

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