In gut zwei Wochen trete ich das letzte Drittel meiner Challenge an. Die letzten vier Monate, in denen ich meiner persönlichen Health Performance den Feinschliff verpasse. Schon nach den ersten 90 Tagen habe ich dir einen Einblick genehmigt, wie das Ganze seinen Anfang genommen hat und ich möchte dich nun erneut teilhaben lassen. 

Diese Reise habe ich mit gemischten Gefühlen gestartet. Einerseits war ich fest entschlossen, etwas zu ändern und konnte es kaum erwarten. Andererseits tauchten doch immer mal wieder Gefühle der Angst auf. Angst, erneut in den Teufelskreis zu geraten, weil die Schmerzen stärker sein könnten als mein Wille. Aber genau aus dieser Angst heraus, baute ich einen noch stärkeren Willen auf und gebe ihr damit keine Chance mehr. Ich begann eine Reise, die mich, meine Persönlichkeit, bis zum heutigen Tag (und mit guter Zuversicht gesagt, bis ans Ende dieses Jahres) hat wachsen lassen. Während diesen Monaten durfte ich mich nicht nur körperlich, sondern auch mental entwickeln. 

Die Fragen der Mitmenschen sind oftmals noch die selben: 
„Wie schaffst du es, so früh aufzustehen für ein Training?“ 
„Wie bleibst du motiviert?“ 
„Wirklich jeden Tag?“
Die Antworten, die ich abgebe sind immer noch die selben:
„Mach es zu deiner täglichen Routine und du wirst bald keine Probleme mehr damit haben.“
„Unser wichtigstes Gut, die Gesundheit, und die Ergebnisse aus dem Selbstversuch sind mehr als genug Motivation.“ 
„Jeder verdammte Tag zählt!“

Ich habe die Reise in erster Linie zur Bekämpfung des chronischen Schmerzzustandes angetreten. Aber mittlerweile kann ich dir weitere Argumente abgeben, um solch eine Herausforderung anzunehmen.

  • Du lernst dich selbst, deine Grenzen und Möglichkeiten enorm gut kennen 
  • Du baust mentale Stärken auf und kannst diese auch in anderen Alltagssituationen bewusst einsetzen
  • Du wirst leistungsfähiger, erweiterst deine Konzentrationsfähigkeit und begegnest Herausforderungen positiver 
  • Dein Selbstvertrauen entwickelt sich

Diese um mal nur ein paar Beispiele aus mentaler Sicht zu nennen. Was du aus deinem Körper herausholen kannst, bräuchte ich nicht gross zu erwähnen. Dennoch möchte ich dir gerne in Erinnerung rufen dass:

  • Du dein gesamtes Herz- Kreislaufsystem stärkst
  • Du präventiv gegen andere Krankheiten vorgehst
  • Du Schmerzen lindern kannst
  • Du Gewichtsverlust (sofern gewünscht) und Bodyshape verzeichnen kannst 😉
  • und so weiter und so fort…..

Versteh mich bitte richtig. Hiermit möchte ich dir nicht eintrichtern, dass dies DIE eine Lösung für das Problem ist. Es gibt `zig andere Therapiemöglichkeiten einem Brummschädel oder andere Anliegen den Kampf anzusagen. Aber dies ist meine persönliche Variante, einen Weg zur Besserung zu finden. Meine geteilte Erfahrung an dich kann dich ebenfalls dazu motivieren, dich einfach nur informieren oder dir einen Weg zeigen, der für dich sicher nicht in Frage kommt. Das entscheidest du bitte für dich allein. Aus diesem Experiment entpuppte sich dieser Blog, das Health Performance Projekt, weshalb alles zusammenhängt und ich es als wichtig empfinde, dich zumindest auf ein Stück meiner Reise mitzunehmen.

Ich möchte nun einen kleinen Rückblick starten und einen Ausblick wagen. 
Gestartet habe ich das Ganze natürlich am 01. Januar 2018. Trotz anfänglichen Schmerzen habe ich mich mit jedem Tag langsam herangetastet und das Training entsprechend ausgerichtet. Ich war noch sehr unsicher, verlor diese Unsicherheit aber relativ schnell, als ich die ersten Anzeichen an Besserung bemerkte. Nach den ersten Wochen gab es bereits mehrere aufeinanderfolgende Tage, an denen ich keinen Brummschädel hatte, was mir natürlich noch mehr Motivation gab, unbedingt dranzubleiben. Zugegeben, es gab und gibt Tage, an denen ich auch mal etwas weniger motiviert war. Aber das darf auch sein. Umso wichtiger ist es dann, den inneren Schweinehund angeleint zu lassen und an dem Grund festzuhalten, weshalb du angefangen hast. 
Während den ersten drei Monaten hatte ich keinen einzigen Migräneanfall und die Schmerzintensität eines Brummschädeltages war deutlich geringer als noch einige Wochen zuvor. Gegen die Mitte des Jahres kam es dann doch auch schon mal vor, dass sich eine Attacke bemerkbar machte, aber auch diese war schneller bekämpft als im letzten Jahr. Grundsätzlich kann ich sagen, dass sich die Anzahl der Schmerztage etwas verringert hat. Auch die Art des Schmerzes ist an vielen Tagen anders als vorher. Das Training schenkte mir wieder mehr Energie, die ich zuvor verloren hatte. Diese Energie kommt mir an Tagen des Schmerzes zugut, weil ich besser damit umgehen kann. Ich lernte, mich gegen den Schmerzzustand durchzusetzen und ihm Widerstand zu leisten. Noch im Jahr 2017 floh ich bei den geringsten Anzeichen an Kopfschmerzen in die Schonhaltung und heute ist die Bewegung mein erster Versuch, die Schmerzen loszuwerden. Mittlerweile stehe ich morgens gerne so früh auf weil mich erneut ein tolles Training mit neuen Herausforderungen erwartet. Jeden Tag darf ich mich selbst noch besser kennen lernen und weiter entwickeln. Ich darf meinem Umfeld von einem erfolgreichen Start in den Tag erzählen und sie allenfalls dazu inspirieren, ebenfalls etwas Gutes für ihre Gesundheit zu tun. 
Die Bewegung ist eine Säule. Hinzu kommen für mich noch die Entspannung und die Ernährung. Und somit sind wir auch schon beim Ausblick. Nachdem ich erfolgreich in die Trainings-Routine gefunden habe, war es mir ein weiteres Anliegen, die Entspannung wieder bewusst in meinen Alltag einzubauen. Wow, ganz ehrlich – das fällt mir noch immer verdammt schwer. Einfach mal für ein paar Minuten am Tag den Kopf komplett ausschalten? Keine Chance! Mitmenschen in Entspannung zu bringen oder anzuleiten funktioniert sehr gut, aber wie in so manch einer Angelegenheit stecken wir da selbst immer zurück 😉 Aus diesem Grund wird das eine Baustelle sein, an der ich bis Ende des Jahres noch arbeiten werde. 
Zusammen mit der Bewegung hab ich die Ernährung etwas angepasst. Gerade für Brummschädelpatienten ist dies ebenfalls ein Thema, welches nicht ausser Acht gelassen werden darf. An vielen Tagen funktioniert auch das sehr gut, dennoch schenken mir die Ergebnisse des Trainings Motivation, dieser Säule noch den absoluten Feinschliff zu verpassen. 
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich mir selbst sehr dankbar bin, diesen Schritt gemacht zu haben. Auch wenn ich Rückfälle verzeichnen muss, gibt mir das noch lange keinen Grund aufzugeben – im Gegenteil. Die Freude auf das Training am nächsten Tag ist da. Die Motivation noch weiter an mir sowohl körperlich als auch mental zu arbeiten, steigt mit jedem Tag an und den Ergebnissen am Ende des Jahres sehe ich mit Spannung entgegen. 

Im Zuge dieses Artikels möchte ich es nicht unterlassen, meinen Dank auszusprechen. Es gibt Personen, die mich auf meiner Reise jeden Tag begleiten und unterstützen. Dafür danke ich ihnen! Auch danke ich meinen Lesern, und für deren Rückmeldungen, die ich immer mal wieder zu den einzelnen Artikeln erhalte. Es freut mich, wenn ich meinem Zielpublikum doch auch den einen oder anderen Input geben kann. 
DANKE!

Bist du neugierig geworden und spielst mit dem Gedanken, ebenfalls so etwas auszuprobieren? Vielleicht bist du schon in einer Routine und möchtest sie etwas anpassen? Oder du hast einfach weiterführende Fragen und möchtest noch mehr Informationen? Dann zögere bitte nicht, mich anzuschreiben! Ich freue mich, wenn ich dich auf deinem Weg zur persönlichen Health Performance unterstützen kann!

Perform now, change forever! 

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