Ein Schuss Adrenalin und dein Brummschädel ist nicht mehr weit entfernt. 
Kennst du das auch? 
Du bist in einer Situation. Eine Situation,die dich innerlich ins Schwitzen bringt. Die Nervosität breitet sich immer mehr aus. Und dann, wie wenn du plötzlich einen Schalter von Off zu On klickst, fängt`s an. Du spürst, wie der Druck im Kopf von Minute zu Minute stärker wird.

Wenn ich in solch eine Situation gerate, weiss ich ganz genau: Okay Lana, in ein paar Stunden liegst du im Bett. 
Bei sensiblen Menschen können das ganz schön viele Situationen sein. Entsprechend ergeben sich ganz schön viele Stunden im Bett. Kann, muss aber nicht! Wenn du eine Technik in der Hand hast, mit der du entgegenwirken kannst, hast du die Oberhand. Und genau darum geht es im heutigen Artikel. Ich habe mir eine „Routine“ angeeignet, die mir in genau solch unangenehmen Situationen helfen soll. Diese möchte ich dir in den folgenden Zeilen etwas näher bringen. Wenn es dir zwischendurch genau so geht, dann hast du ein weiteres Instrument, um beim nächsten Mal den Spiess zu drehen. 

In der Ruhe liegt die Kraft. Dieser Spruch kommt nicht einfach von irgendwo her. Das hat schon etwas an sich. Wenn du ruhig bleibst, hast du die Kraft dazu, eine Situation ohne Nachwirkungen zu überstehen. Hoffentlich! 
Wer meine Artikel regelmässig liest, weiss mittlerweile, dass ich gerne mit Mentaltechniken arbeite. Mach ich tagtäglich. Mehrmals am Tag. Das aus dem einfachen Grund, weil du extrem viel Potenzial aus dir ausschöpfen und du sowohl dich als Mensch als auch deinen Körper positiv beeinflussen kannst. Halt ganz im Sinne: Die Macht der Gedanken. Aus diesem Grund darfst du auch heute wieder mental arbeiten 😉

Achte dich einmal sehr bewusst darauf, was in dir geschieht, wenn du in eine Stresssituation gerätst. Aus physiologischer Sicht geschehen viele Dinge gleichzeitig. Das kannst du auch nicht gross beeinflussen. Aber was passiert mit dir als Person? Was passiert mit deinen Gedanken? Wie verändert sich deine innere Einstellung? Welche inneren Bilder entstehen? Wie steht es um deinen Kopf? Wahrscheinlich werden auch das ganz viele verschiedene Sachen sein. Viele Gedanken auf einmal. Negative, ängstliche, solche, die dich noch mehr in den Stress versetzen. Nimm das bitte mal als deine erste Aufgabe wahr. Achte dich in einer nächsten Situation darauf, wie du reagierst.
Jetzt weisst du, in welchen Angelegenheiten, du die neu erlernte Technik anwenden kannst. Übrigens müssen das nicht immer „nur“ stressige Situationen sein. Auch unangebrachte Sprüche oder Gesten von Mitmenschen, Beobachtungen, die du als aussen stehende Person machst, oder wenn du etwas liest, das dir überhaupt nicht in den Kram passt, können genauso Auslöser sein. Deshalb: Beobachte dich in Zukunft ganz genau!

Erstelle dir dein persönliches Ruhebild  
Darum geht es jetzt. Am Ende dieses Artikels sollst du dir dein persönliches Ruhebild gestaltet haben. Dieses hilft dir in Zukunft bei unangenehmen Situationen ruhig zu bleiben und so einem allfälligen Brummschädel vorzubeugen. 
Legen wir also los.

Schritt #1:
Damit dein Gehirn, dein Körper überhaupt wissen, wann du dich in einem Ruhezustand befindest, musst du einen solchen durchleben. Also besteht der erste Schritt darin, dich in eine Ruhesituation zu begeben. Überlege dir ganz genau, wann du so richtig zur Ruhe kommen kannst. Wann bist du so richtig relaxed? Entscheide dich für eine deiner persönlichen Ruhesituationen. 

Schritt #2:
Durchlebe diese Situation. Nimm dir unbedingt genügend Zeit und gönn dir jetzt deinen Ruhemoment. Vielleicht sitzt du jetzt gerade auf dem Sofa und lässt dich zur Ruhe kommen. Oder ist es doch eher in der Badewanne? Könnte es auch draussen im Gärtchen sein? Vielleicht ist es auch an deinem Lieblingsplatz im Wald oder am See? Wo das auch immer sein mag, gönne dir diesen Moment.

Schritt #3:
Jetzt bist du in deiner Ruhesituation. Beantworte dir folgende Fragen:

  • Wie fühlt es sich an?
  • Wie ist deine innere Stimmung?
  • Hast du einen langsamen, regelmässigen Atem?
  • Der Strom in deinem Körper fliesst in jedem Bereich gleichmässig und ruhig?
  • Wie ist dein Herzschlag?
  • Was spürst du um dich herum?
  • Wie zufrieden bist du?
  • Dir geht es jetzt so richtig gut und du fühlst dich wohl?

Durchlebe diese Situation bewusst. Bleibe so lange in dieser Situation wie es dir möglich und lieb ist. Gib deinem Körper und deinem Kopf die Möglichkeit, diese Situation ausgiebig kennen zu lernen.

Schritt #4:
Weil du dich in einer Stresssituation physisch nicht gleich in eine Ruhesituation begeben kannst, solltest du es mental dennoch können. Wir Menschen funktionieren sehr gut mit inneren Bildern. Deshalb ist es wichtig, eine angenehme Situation, die uns als Instrument dienen soll, mit einem Bild zu assoziieren. Jetzt sind deine künstlerischen Fähigkeiten gefragt. 
Immer mit der Ruhe, auch wenn du kein Picasso bist, wirst du dein persönliches Kunstwerk erstellen können. Verknüpfe deine durchlebte Ruhesituation mit einem Bild deiner Wahl. Du hast hier die Möglichkeit, dir jetzt eines zu erstellen, oder eines abzurufen. Vielleicht hast du ein absolutes Lieblingsfoto, dass jetzt gerade sehr gut passt? Oder du hast gerade ein inneres Bild vor dir, wie du in den letzten Strandferien am Meer bist? 
Erstelle eine Verknüpfung zwischen deiner Ruhesituation und einem Bild deiner Wahl. Ich nenne das gerne dein persönliches Ruhebild.
Nimm dir unbedingt genug Zeit für diese Aufgabe. Schlussendlich soll es für dich ein weiteres Instrument sein, gegen deinen Brummschädel spielen zu können. Speichere das Bild erst in deinem Inneren ab, wenn du zu 120% zufrieden bist. 

Schritt #5:
Übung macht den Meister. 
Ich hoffe nicht, dass du oft in solch unangenehme Stresssituationen gerätst, die auch dir einen Brummschädel abverlangen. Aber versuche doch in der Nächsten, dein Ruhebild abzurufen. Die meisten Mentaltechniken brauchen etwas Übung und Routine. Das ist bei dieser nicht anders. Aber wenn du dich darauf einlassen kannst, hast du die Oberhand. 

Ich persönlich arbeite noch nicht sooo lange mit dieser Technik, aber die letzten beiden Situationen, in denen ich mein persönliches Ruhebild zur Hilfe genommen habe, konnte ich so ohne Nachwirkungen gut meistern. Es werden noch einige Momente hinzukommen, an denen ich weiterhin üben kann. Ich bin ein Fan von Mentaltechniken und sehe es mit viel Zuversicht, den Brummschädel somit noch mehr einzudämmen. 

Falls du dich ebenfalls zu deinem persönlichen Ruhebild entschlossen hast, bist du herzlich dazu eingeladen, mir deine Erfahrungen mitzuteilen. Ich freue mich über jeden Erfahrungsbericht mittels einer persönlichen Nachricht oder in einem Kommentar.

​Perform now, change forever!  

ruhekraft
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