Wenn du im Internet nach Tipps gegen einen Brummschädel suchst, wirst du fündig. Und zwar absolut fündig. Du wirst fast überflutet mit Artikeln, Kniffs und Wundermitteln. Vielleicht so, dass du vor lauter Lesemöglichkeiten einen noch stärkeren Brummer bekommst. Das hat mich auf die Idee gebracht, an einem Artikel zu arbeiten, der als ein wirksames Grundgerüst für all diese Tipps dienen soll.

 Ich liste hier nicht alle Heilmittel, Heilmethoden, Übungen, Nährstoffe etc. auf. Das würde den Rahmen enorm sprengen. Und das gibt es ja eben schon genug. Aber ich gebe dir heute eine Gedankenstütze mit, die dich auf deinem Weg begleiten könnte. Auch soll dir diese Stütze als Fundament für deine Entscheidungen gegen einen Brummschädel dienen. Ich nenne es den Antibrummschädel-Baum. 

Während all den Jahren in meiner Selbsterfahrung und in jeder Recherche, die ich betreibe, tauchen immer und immer wieder die selben Grundelemente auf. Diese lassen sich dann entsprechend in dazugehörige Subelemente unterteilen. Und das alles zusammen kann dir enorm weiterhelfen, wenn du einen Weg suchst, deinen (chronischen) Brummschädel zu lindern oder gar auszulöschen. Wenn du also zu diesen Grundelementen deine persönlichen Subelemente entwickelst, hast du schon eine sehr gute Methode gegen deine Schmerzen gefunden. 
Ich arbeite gerne mit Grafiken. Deshalb suchte ich nach etwas Passendem, um die Elemente darstellen zu können.
Ein Baum. Der hat dicke Äste, der hat dünnere Äste, der ist fest im Boden verankert, perfekt. Ich habe mich für den Baum entschieden, weil dieser viel Stärke, Ruhe, Langlebigkeit und Widerstandsfähigkeit wiederspiegelt. Alles Eigenschaften, die wir benötigen aber manchmal meinen, sie verloren zu haben.
Ein Hinweis am Rande: Meine künstlerischen Fähigkeiten halten sich stark in Grenzen, fokussiere dich deshalb bitte auf das Wesentliche. =)

Der Antibrummschädel-Baum von Lana hat vier dicke Äste. Den Bewegungs-Ast, den Entspannungs-Ast, den positive-Einstellungs-Ast und den Bewusstseins-Ast. Wenn du dir diese Themen zu Herzen nimmst und auf diese aufbaust, trägst du schon sehr viel zur Besserung bei. 

Der Bewegungs-Ast
Wenn du diesen Blog verfolgst, hast du schon lange erkannt, dass die Bewegung ein zentrales Thema ist. Und das nicht ganz ohne Grund. Es tut einfach gut. Die Bewegung hilft mir extrem viel und sie wird dir ebenfalls sehr viel helfen. Wenn du immer noch daran zweifelst, dann kann der Artikel «Erster Erfahrungsbericht – Hab den Mut zur Bewegung» vielleicht die eine oder andere Lücke schliessen. 
Für Brummschädelbetroffene ist die Bewegung enorm wichtig. Wirklich! Aber Bewegung ist nicht einfach «sich bewegen». Der Bewegungs-Ast verzweigt sich deshalb in drei kleinere Äste. Die Möglichkeit auf Ausdauertraining, Bewegung durch Kraft- & Gymnastikübungen und die Bewegung durch Mobilisations- & Dehnungsübungen. Methoden, die gegen den Brummschädel enorm viel Wirkung zeigen.
Baue also die Bewegung unbedingt in deinen Alltag ein. Das müssen keine zweistündigen Trainingseinheiten sein. Ein auf dich persönlich abgestimmtes 30-Minuten-Programm dient dir viel mehr. Und bevor du jetzt mit dem leidigen Thema «Zeit» kommst: Für deine Gesundheit hast du IMMER Zeit!!
Falls du nach Inspiration für passende Übungen suchst, können dir die Artikel «Einfache Übungen zur Selbsthilfe» oder «Geeignete Übungen im Studio gegen deinen Brummschädel» weiterhelfen.

Der Entspanungs-Ast
Ein grundlegendes Problem der Menschheit und von Brummschädelpatienten ist, dass sie keine Entspannung mehr haben. Ständig sind wir im Stress, unter Anspannung und schalten nicht mehr ab. Manchmal habe ich auch das Gefühl, dass die Entspannung enorm unterschätzt wird. Entspannungstechniken werden nicht wirklich ernst genommen und stattdessen schon fast als Hocus bocus bezeichnet. Wenn ich dir eines versichern kann, dann das, dass Entspannung absolut nichts mit Hocus bocus oder dergleichen zu tun hat. Wir lernen, wieder zur Ruhe zu kommen und unsere mentalen Fähigkeiten zu fördern. Diese Fähigkeiten unterstützen schlussendlich auch unseren gesamten Organismus. 
Wie auch bei der Bewegung, gibt es in der Entspannung verschiedene Techniken und Herangehensweisen. Schlussendlich solltest du für dich die passende Möglichkeit finden bzw. entwickeln. Dennoch haben sich drei Entspannungstechniken immer und immer wieder bewährt. Kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Deshalb verzweigt sich dieser Ast in die kleineren Äste «Autogenes Training»«Meditation» und «Progressive Muskelrelaxation» (PMR)». Zugegeben, das Autogene Training braucht etwas Zeit, bis es erlernt ist. Aber die anderen beiden Techniken kannst du sehr schnell umsetzen und ebenfalls in deinen Alltag einbauen. Wenn du bereits nur fünf bis zehn Minuten pro Tag investierst, trägst du schon sehr viel zur Besserung bei. 

Der Positive-Einstellungs-Ast
Mühsame Arbeit, Unzufriedenheit Zuhause, fehlende Motivation während der Weiterbildung, wie soll man da denn positiv sein? Kann ich verstehen. ABER wenn du eh schon in der Negativ-Spirale bist, wieso lässt du dich noch weiter runterziehen?
Menschen mit chronischem Brummschädel neigen dazu, negativ eingestellt zu sein. Auch das ist irgendwie verständlich. Du hast jeden Tag Schmerzen, es ist sowieso alles doof, wo ist da bitteschön das Positive. Dabei sollten wir genau weil wir von vielem Negativem geprägt sind, positive Erlebnisse als Ausgleich haben. Und positive Erlebnisse finden wir nur, wenn wir danach Ausschau halten. 
Wir wissen alle, dass unser Denken ausschlaggebend ist. Paradebeispiel: das halbvolle Glas. Deshalb ist das Denken ein Subelement von diesem Ast. Vergiss niemals: ein Schatten kann nur mit Licht entstehen. Es hat also alles, so wirklich alles auch seine Kehrseite. 
Weiteres steht auch das positive Handeln im Vordergrund. Also ist auch das ein weiteres Subelement. Greifen wir gleich beim ersten Anzeichen an Schmerz zur Tablette, ist das meines Erachtens nach eine negative Handlung. Wir könnten es zuerst mit einer Mentaltechnik versuchen. Zum Beispiel mit der Schritt für Schritt Anleitung zu deinem persönlichen Anker. 
Das dritte Element an diesem Ast ist das Leben mit positiver Einstellung leben. Du sollst so viele Erfolgserlebnisse wie möglich in deinem gesamten Leben haben. Diese wirst du nur haben, wenn du danach strebst und diese nicht im ersten missglückten Versuch aufgibst. Das wird dir auch enorm dabei helfen, dein Wohlfühlgedächtnis wieder zu fördern und somit deine Anzahl an Schmerztagen zu lindern. 

Der Bewusstseins-Ast
Heutzutage muss alles schnell gehen. Wir rennen vom einen zum nächsten Meeting, wir sind 24/7 online und erreichbar und es wird der Anspruch gestellt, immer auf Hochtouren zu laufen. Das zwingt uns dazu, nicht mehr bewusst zu leben. Wir ernähren uns nicht mehr bewusst, bewegen uns nicht mehr bewusst, nehmen unser Umfeld nicht mehr bewusst wahr und wir schätzen Situationen falsch ein. Für Brummschädelbetroffene ein gravierender Fehler. Gerade um die Schmerzen in den Griff zu bekommen, ist es essenziell, mit viel Bewusstsein den Alltag zu leben.
Eine Verzweigung dieses Astes gilt deshalb der Ernährung. Nicht selten kommt es vor, dass wir gewisse Nährstoffe nicht vertragen. Diese Unverträglichkeit kann durchaus zu einem Brummschädel führen. Oftmals stellen wir das sehr spät fest. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass du dich bewusst ernährst. Bewusst heisst in meinen Augen: du weisst, was dir gut tut, du weisst, was du auf dem Teller liegen hast, du meidest, was dir nicht gut tut und du nimmst dir genug Zeit um zu essen. Schmerzauslösende Lebensmittel/Getränke können zum Beispiel sein: Käse, Nudeln, Wein, div. Süssgetränke, Schokolade, allgemein viel zuckerhaltige Dinge, etc.
Ein weiteres Subelement ist der Lebensstil. Denk einmal kurz darüber nach, wie du so lebst. Was machst du am Feierabend? Wie sieht dein Schlafrhythmus aus? Wie verbringst du das Wochenende? Wie  gestaltest du deinen Arbeitsalltag? Oftmals sind es nur ganz kleine Dinge, die dafür eine grosse Wirkung zeigen können. Ein regelmässiger Schlaf kann deinen Brummschädel genau so lindern, wie der tägliche Spaziergang an der frischen Luft. Achte deshalb auf deinen angenehmen, ausgewogenen Lebensstil. Bring gesunde Routine in deinen Alltag und lerne dich kennen, damit du eruieren kannst, was zu Schmerzen führen könnte und eliminiere diesen Faktor. 
Der letzte Zweig dieses Baumes ist der Risikofaktor. Bis anhin habe ich dir erläutert, mit welchen Möglichkeiten du zur Besserung kommst. Es ist aber auch genau so wichtig, die Risikofaktoren und Auslöser eines (chronischen) Brummschädels zu kennen. Nur dann kannst du dem ausweichen und hast einen weiteren Weg gefunden, aus dem Teufelskreis herauszukommen. Auch hier gilt: es gibt unzählige von solchen Faktoren. Diese hier aufzulisten würde den Artikel noch viel länger machen, als er eh schon ist. Aber ich kann und möchte dich hiermit sensibilisieren. Werde dir die Risikofaktoren bewusst und lerne, diese frühzeitig zu erkennen. Vielleicht hilft es dir, wenn du eine Liste führst. Es ist dir aber auch schon sehr viel geholfen, wenn du einen bewussten Lebensstil hast. Dann bist du nämlich aufmerksam und erkennst mögliche Gefahren bereits weit im Voraus 😉      

Das Ziel dieses Artikels ist es, dir ein Fundament mitzugeben, dass möglichst viele Tipps und Kniffs, von denen du vielleicht den einen oder anderen schon kennst, beinhalten kann. Wenn du die Elemente in diesem Baum verstanden hast und auf dich und dein Schmerzverlauf abstimmen kannst, hast du ein Instrument, welches dich auf deinem Weg zur Besserung begleiten wird. 

Perform now, change forever!

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