Schon einige haben mich in diesen drei Monaten gefragt: „Wieso tust du dir das jeden Tag an?“ „Wie schaffst du das? Mir wäre die Stunde Schlaf am Morgen lieber!“ 

Zwei simple Fragen.
Zwei noch einfachere Antworten:
„Weil ich so unendlich viel zu meiner Gesundheit beitragen und meinen Körper auf seinem Weg unterstützen kann.“
„Mach es zu deiner täglichen Routine.“

Mittlerweile bin ich soweit, dass ich mich bereits am Vorabend schon auf das kommende Training am Morgen freue. Manchmal mag ich es kaum erwarten, neue Dinge auszuprobieren und mich immer und immer wieder zu fordern. Das Training gehört nun in meinen festen Tagesablauf und ich bin mir selbst sehr dankbar, dass ich mich für diesen Schritt entschlossen habe. 

Die letzten paar Monate im Jahr 2017 waren sehr anstrengend. Ich sass ziemlich tief im Schmerzkreislauf drin. Traute mich nicht mehr zu trainieren, weil es ja sonst noch mehr Schmerzen geben könnte oder weil ich einfach keine Energie mehr hatte. Ich hatte ständig einen viel zu hohen Puls, war innerlich unruhig & angespannt. Nach dem Feierabend waren das Bett und ein kalter Waschlappen auf der Stirn die Tagesnorm. 
Dem wollte ich unbedingt ein Ende setzen und zog zum Jahresende einen Schlussstrich. Ich stellte mich mental schon anfangs Dezember auf das tägliche Training ab dem 01. Januar 2018 ein. Und es funktionierte!
Meine grösste Angst war, dass ich bereits in den ersten Tagen wieder mit einem ständigen Brummschädel kämpfen  musste und so schnell wieder aufgeben werde. Vergeblich Angst gehabt. Der Start gelang.
Nach ein paar Wochen war ich soweit, dass ich trotz kleineren Schmerzattacken das Training durchführte und feststellen durfte, dass die Schmerzen nach einer Weile plötzlich verschwanden. Der Puls hat sich enorm gesenkt und ich hab wieder zur inneren Ruhe gefunden.

Das tägliche Training hat die Schmerztage um ein Vielfaches senken können.

Es sind erst 92 Tage durch, aber bereits jetzt schon kann eine erste Bilanz gezogen werden.

  • 2/3 aller Tage waren bis jetzt schmerzFREI
  • Ist der Brummschädel da, so verschwindet er mit einfachen Tricks oder dem Training
  • Die Schmerzintensität hat sich deutlich verringert
  • Bis anhin blieb ein Migräneanfall aus 
  • Schon seit mehreren Jahren hatte ich keine so viel aufeinanderfolgende schmerzfreie Tage wie in den letzten 90 Tagen

Ich habe ab und an immer noch gemischte Gefühle.

Bereits weiter oben erwähnte ich, dass ich Angst hatte, dieses Projekt nach kurzer Zeit abbrechen zu müssen. Ich hatte Angst, dass ich vor lauter Schmerzen gar nicht erst starte oder nach ein paar Tagen das Ganze beende. 
Zwischendurch erwische ich mich, wie ich Respekt davor habe, dass sich mein Körper zu sehr daran gewöhnt und der Brummschädel einen Weg findet, trotz Training präsent zu sein. So erging es mir schon mit diversen Therapien. Zu Beginn wurde es besser. Ich freute mich, dass endlich etwas zu funktionieren scheint. Sobald es aber zur Routine wurde, verschlimmerte sich die Situation wieder und der Kreis hat sich erneut geschlossen. Aber wir machen uns das Leben selbst schwer, wenn wir ständig vor irgendetwas Angst haben. Also ist es der einfachere Weg, jeden Tag so zu nehmen wie er ist und aus jeder Situation das Beste herauszuholen.

Eine grössere Motivation gibt es wohl fast nicht.

Schon im Artikel „Kopf hoch“ habe ich erwähnt, dass sich chronische Schmerzpatienten in einer anderen Welt befinden und mit dem sogenannten Schmerzgedächtnis denken.
Stell dir vor, du hast die Möglichkeit mittels einer ganz simplen aber äusserst effektiven und dabei noch (fast) kostenlosen Therapie deinen ständigen Schmerzkreislauf zu unterbrechen. Du würdest nicht zögern, dies sofort auszuprobieren oder?
Zu Beginn hast du eventuell grossen Respekt davor. Und wenn du schon einen Brummschädel hast, dann erst recht. Mir ging es genau so! Ich hatte absolut keine Energie, noch ein Training hinzulegen und verkroch mich stattdessen ins Bett. Also genau gesagt: Ich dachte, dass ich keine Energie hatte. So ergeht es dir vielleicht auch. Da lege ich dir eines ans Herz: Hab den Mut zur Bewegung! Unterbreche diesen Teufelskreis! Du wirst es dir selbst in kurzer Zeit danken. 
Der Urmensch bewegte sich täglich `zig Kilometer weit um zu jagen. Der Körper braucht die Bewegung, das war immer so und wird immer so bleiben. Nur so kann unser Körper seine Funktionen aufrecht erhalten und sich gegen Krankheiten wehren. Unterstütz ihn dabei. Es gibt ja wohl keine grössere Motivation, als die Gesundheit aufrecht zu erhalten. Ganz nebenbei erwähnt, wirst du auch noch weitere positive Veränderungen feststellen können. Noch mehr Motivation 😉

Ein dosiertes Training ist enorm wichtig.

Wenn du so etwas vorhast, dann geht es nicht darum, dich jeden Tag derart ans Limit zu bringen, dass du dich am nächsten Tag kaum noch bewegen kannst. Es geht darum, dass du bewusst und intelligent trainierst. Du kannst nicht jeden Tag jeweils 1.5 Stunden den ganzen Körper pumpen. Sonst wird dein Brummschädel irgendwann dein kleinstes Problem sein.
Bis anhin habe ich mit Trainingseinheiten à ca. 45 – 50 Minuten sehr gute Erfahrungen gemacht. Zu Beginn habe ich das Training wie folgt gesplittet:
Montag: Stretching & Stability
Dienstag & Donnerstag: Kraft Ganzkörper
Mittwoch: Ausdauer
Freitag: Ausdauer & Stretching
Samstag & Sonntag: Kraft Split Ober- und Unterkörper   
Mittlerweile variiert das aber ziemlich und ich kann das Training flexibel und nach Belieben gestalten. Deshalb auch hierbei: Höre auf deinen Körper, deute seine Signale richtig und bleib auf dem Boden der Tatsachen.
Wenn ich hier noch näher auf das Thema Training eingehe, würde das den Rahmen dieses Artikels sprengen. Bei Unsicherheiten rate ich dir, dich mit deinem Trainer zusammen zu setzen, um einen geeigneten Plan zu erstellen.

Abschliessend möchte ich nochmals betonen, wie froh ich bin, diese Entscheidung getroffen zu haben.
Zugegeben, zu Beginn war es nicht immer einfach so früh am Morgen das bequeme, warme Bett zu verlassen. Aber ich rief mir jedes mal in Erinnerung, weshalb ich es doch machen sollte und das war Grund genug doch aufzustehen. Zudem sind wir „Gewohnheitstiere“ und wenn du einmal ein weiteres Element in deinen Alltag integriert hast, gibst du es so schnell nicht mehr her.

Ich freue mich auf viele tolle Trainingseinheiten und auf viele weitere schmerzfreie Tage.

Perform now, change forever!  

erfahrungsbericht
larissa

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Join the discussion 4 Comments

  • SCHEFF sagt:

    Super!!! Sooo fescht stolz uf Dich und sehr, sehr, seeehr beidruckt!!! D Ergäbnis vo Dim Sälbschtversuech sind Motivation gnueg zum wiitermache! Und: mir gmerkt Dir die positive Uswürkigä ah! Stay tuned und gib alles!!!

  • Wianca sagt:

    Liebe Lana
    Nur wer selber schon Migräne-Anfälle hatte, kann erahnen was du schon durchgemacht hast mit deinem Brummschädel. Dass du nun einen Weg gefunden hast, den Teufelskreis zu durchbrechen, freut mich wahnsinnig. Ich bin beeindruckt, wie du das schaffst und du dich immer wieder motivieren und aufraffen kannst, so viel zu trainieren. Weiter so, ich wünsche dir von Herzen immer mehr schmerzfreie Tage!
    Alles Liebe
    Wianca

    • larissa sagt:

      Liebe Wianca
      Herzlichen Dank für deinen lieben Kommentar.
      Auch dir wünsche ich weiterhin alles Liebe und freue mich auf deinen nächsten Besuch der Seite.
      Lana

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