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Viele Menschen kennen das PhÀnomen: Kaum zieht ein Gewitter auf oder das Wetter schlÀgt plötzlich um, meldet sich der BrummschÀdel. Doch handelt es sich dabei lediglich um Einbildung oder gibt es tatsÀchlich einen Zusammenhang zwischen Wetter und Kopfschmerzen?

Die Forschung deutet darauf hin, dass WetterverĂ€nderungen bei manchen Menschen tatsĂ€chlich Kopfschmerzen oder MigrĂ€neattacken begĂŒnstigen können.
Besonders im Fokus stehen dabei VerĂ€nderungen des Luftdrucks. Sinkt der atmosphĂ€rische Druck vor einem Wetterumschwung, entsteht ein kleiner Druckunterschied zwischen der Umgebung und den luftgefĂŒllten HohlrĂ€umen unseres Körpers, beispielsweise den Nasennebenhöhlen. Bei empfindlichen Personen könnte dies bestimmte Schmerzrezeptoren aktivieren.

Auch Menschen mit MigrÀne scheinen auf solche VerÀnderungen teilweise sensibler zu reagieren. Forschende vermuten, dass das ohnehin empfindliche Nervensystem von MigrÀnebetroffenen auf zusÀtzliche Reize wie Luftdruckschwankungen, Temperaturwechsel oder VerÀnderungen der Luftfeuchtigkeit stÀrker reagiert.

Wichtig ist dabei: Nicht jeder Wetterwechsel fĂŒhrt automatisch zu Kopfschmerzen. Das Wetter gilt vielmehr als möglicher Auslöser unter vielen. HĂ€ufig wirken mehrere Faktoren zusammen, beispielsweise Stress, Schlafmangel, hormonelle VerĂ€nderungen oder FlĂŒssigkeitsmangel.

Kurz gesagt: Das Wetter allein verursacht meist keine Kopfschmerzen. Bei Menschen mit einem empfindlichen Nervensystem kann ein Wetterumschwung jedoch der letzte kleine Anstoss sein, der das Fass zum Überlaufen bringt.

Gut zu wissen: Wer vermutet, auf WetterverĂ€nderungen zu reagieren, kann ein Kopfschmerztagebuch fĂŒhren. Dadurch lĂ€sst sich oft erkennen, ob tatsĂ€chlich ein Zusammenhang besteht oder ob andere Faktoren eine grössere Rolle spielen.

Quellen:

Denney, D. E., & Aurora, S. K. (2024). Whether Weather Matters with Migraine. Current Pain and Headache Reports, 28, 167–174. Überblicksarbeit zu Wetterfaktoren als mögliche MigrĂ€ne-Trigger.

Okuma, H., Takeuchi, K., Nakamura, M., Imai, A., Takahashi, K., & Kitagawa, Y. (2015). Examination of fluctuations in atmospheric pressure related to migraine. SpringerPlus, 4, 790. Untersuchung des Zusammenhangs zwischen LuftdruckverÀnderungen und MigrÀneattacken.

Farah, A., et al. (2025). Impact of Barometric Pressure Changes on the Severity, Frequency, and Duration of Migraine Attacks: A Systematic Review of the Literature. Systematische Übersichtsarbeit zu Luftdruckschwankungen und MigrĂ€ne. Die Autoren berichten Hinweise auf einen Zusammenhang mit der MigrĂ€nehĂ€ufigkeit, weisen jedoch auf die begrenzte Evidenzlage hin.

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